[sigplus] Kritischer Fehler: Es ist zwingend erforderlich, daß der Bildordner im relativen Pfad in Bezug zum Stammordner für Bilder liegt.

DIE GOLDHAUBE

Ausgabe 01/17

Von Sandra Galatz

 

   

 Winter 2016

Zeitschrift
VORFREUDE Ausgabe  -  Seite 14  

Auszug aus dem Artikel

"MEIN STAMMBAUM"

 

 
   
   

29.9.2016

Flachgauer Nachrichten
"EIN STAMMBAUM DER SPRACHEN"

Seite 28

 
   
Jänner 2016

SALZBURGER NACHRICHTEN - Beilage
"Dahoam" 1/2016
"WOHER WIR KOMMEN"

2015

"GRIAß EICH"
Das Jahrbuch des Oberösterreichischen Seniorenbundes
"DIE STAMMBAUMMALER AUS OBERWANG"
Seite 171

21.1.2014

Drehpunkt Kultur - Salzburger Kulturzeitung im Internet
REISEKULTUR
"VOM BAUMSTAUM ZUM STAMMBAUM "

19.1.2014

KLEINE ZEITUNG- Sonntags-Beilage
"VERWANDT AN DER WAND"

Herbst /Winter 2014

Zeitschrift MOMENTS  - Beilage Tradition& Handwerk "GRIAß DI"  Seite 38

24.12.2013

OBERBAYRISCHES VOLKSBLATT - Beilage
DIE HOHE KUNST DER AHNENFORSCHUNG - KUNSTWERK STAMMBAUM

8.12.2013

Der Standard Freitagsbeilage RONDO von Oliver Zelt
"ZWEIGSTELLE FÜR OMA"

19.7.2013

O.Ö. NACHRICHTEN
"EIN SCHMUCKER BAUM FÜR VORFAHREN UND NACHKOMMEN"

Sept 2013 NEWS "Die BAUM-MALER"
Mai 2013 Servus-Magazin  "BÄUME FÜR GENERATIONEN"
Ausgabe Jänner/ Februar 2013 LAND & BERGE

"SO VIELE LEBEN WIE GEMALT"
29.10.2012 Raiffeisenzeitung
"Vorfahren und Nachkommen"

16.11.2011 DER FORTSCHRITTLICHE LANDWIRT
14.5.2011 OÖN
Atelier aus Oberwang ist der Spezialist für Stammbaummalerei

9.9.2010 -Bezirksrundschau Vöcklabruck
Beilage "Quer durchs MONDSEELAND
2010

Herausgabe des Buches "BESTES HANDWERK- OBERÖSTERREICH"

Handwerk|Design|Kunst|Tradition| Umschau-Verlag

7.4.2011 Wirtschaftsblatt
Stammbaum-Atelier malt Vorfahren an die Wand

Ausgabe
Februar/März 2010

Mehrseitiger Artikel in der Zeitschrift LandIDEE Ausgabe Feb/März 2010
2008 Buchherausgabe
"EINE KULINARISCHE ENTDECKUNGSREISE DURCH DAS SALZKAMMERGUT"
Seite 82, 83  Umschau Verlag

23.8.2007 Donnerstag
Bericht in den Salzburger Nachrichten (Beilag S. 9)

17.8.2007
Neuveröffentlichung unseres Buches
"DIE STAMMBAUMMALER"
im Festsaal, Schloss Mondsee

23.5.2016

GANZE WOCHE

24.3.2006

O.Ö Wirtschaft S. 24 Artikel von der IHM München - Unsere Arbeit wird vorgestellt

22.3.2006

O.Ö. Kronenzeitung S.22 Bericht über unsere Arbeit im Rahmen der Ausstellung bei der IHM München

 20.2.2004  

ESSLINGER ZEITUNG AM WOCHENENDE ein Bericht von Gerhard Schindler

SURENSUCHE IM FAMILIENKRIMI

Bericht anlässlich des 56. deutschen Genealogen Tages in Leonberg bei Stuttgart

 

KLEINE ZEITUNG-Sonntagsbeilage
19.1.2014
"VERWANDT AN DER WAND"
Bericht von Carmen Oster
Fotos: Susanne Hassler

 

 {gallery}medien/kleinezeitung{/gallery}

 

   
   
   
   
 

8.12.2013 DER STANDARD  STAMMBAUM-MALER ZWEIGSTELLE FÜR OMA - von Oliver Zelt
In Oberösterreich, unweit des Mondsees, malen Regina und Franz Rosenlechner Stammbäume und Ahnentafeln für Kunden aus aller Welt - Bei bis zu 600 Ahnen kann es auch einmal eng werden
Der Bruder war schuld. Zusammen mit einer Cousine stöberte er wochenlang in alten Blättern, Büchern und Bänden. Dann hatten die beiden herausgefunden, woher Urgroßvater und Urgroßmutter stammten. Bei einem Familienfest bekam Franz Rosenlechner die Liste der Vorfahren. "Hättest du nicht Lust", fragte ihn sein Bruder Hans, "unseren Stammbaum zu entwerfen". Er hatte Lust.
Am neuen Computer und mit moderner Software bastelte der Oberösterreicher nun eine Ahnentafel. "Der Neun-Nadel-Drucker", erinnert er sich, "hat einen ganzen Tag fürs Ausdrucken gebraucht." Irgendwie war der erste Stammbaum dem angehenden Familienforscher aber zu eckig. Seine Frau half. Regina kann zeichnen.

So ist es bis heute geblieben. Franz ist der Computerfreak, Regina kreiert den künstlichen Baum mit den familiären Wurzeln, Stämmen und Ästen. Aus der Idee vom Familienplausch ist ein florierendes Familienunternehmen geworden. Im Salzkammergut, in Oberwang, 573 Meter über dem Meeresspiegel, sitzen die Rosenlechners in ihrem Atelier und malen Stammbäume für Österreicher, Deutsche, Schweden - sogar US-Amerikaner bestellen Baum-Bilder mit ihren Vorfahren.
Bis zu 600 Personen
An den Wänden des Ganges, der Küche und des Ateliers hängen kleine und große Ahnentafeln. Die kleinsten sind genau 70 Zentimeter hoch und 46 Zentimeter breit. So etwas wie die Minimalgröße. Die Ahnenreihe solle schon wie ein großes Gemälde sein, dessen Machart bei kleineren Dimensionen verloren ginge, sagen die Rosenlechners. Und übersichtlich muss es sein. Selbst bei 50 Menschen "brauchen wir Platz", meint Regina Rosenlechner. Auf den riesigen Bildern müssen durchaus manchmal 600 Personen unterbracht werden, erklärt ihr Mann. Bei solchen Größen stoßen die Meister allerdings an ihre Grenzen. Der Stammbaum entsteht an einem Stück und kann deshalb nur so groß sein, "wie wir ihn durch die Türe bringen" sagt die Malerin.

Und vergisst dabei zu erwähnen, dass der Stammbaum von Jesus Christus nicht an der Wand hängt. Der ist mit knapp 16 Quadratmetern einfach zu groß. Franz Rosenlechner hatte in diesem Falle selbst geforscht. Die Evangelien durchstöbert und sie wörtlich genommen. Über 70 Generationen ziehen sich rund 1000 Namen vom Messias über den König David, Abraham, Noah bis zu Adam und Eva.

Drei Jahre bastelte der Österreicher an dem Bild der Bibel-Familie. Immer mehr Mütter, Väter und Kinder suchen nach ihren Wurzeln. Wer waren die Vorfahren? Wie haben sie ihr Leben verbracht? Was sind ihre dunklen Geheimnisse? Mittlerweile können Hobbyforscher im Internet Millionen Namen recherchieren. Auswanderer, Abenteurer, Aussteiger, alle sind im Netz verewigt. In Kirchenbüchern, Standesamtsakten und Adelsregistern ermitteln die Amateurwissenschafter die Blutsverwandtschaft vom Urahnen zu ihnen. Wenn die Detektive ihre privaten Fälle gelöst haben, gehen sie mit den Akten zu den Rosenlechners.

Baum des Lebens
Drei bis vier Monate vergehen, ehe aus den kopierten Papieren stolze Stammbäume wachsen. In bewährter Kooperation. Franz entwirft die Form am Computer, kümmert sich um Design und Dekor, Regina zeichnet den Baum des Lebens, mit allem Astwerk und Gezweig sowie den Tafeln für die Namen.

"Meine Frau ist die Malkünstlerin", ist für Gatte Franz klar. Bis zu den Ahnen ins 16., 15., 14. Jahrhundert und noch weiter zurück, so schaut die Luxusvariante mit blühenden Landschaften und Häusern aus. Neben Pinsel und Palette gestaltet das Ehepaar Ornamente und Schnörkel mit Schablone und Airbush-Pistole. Die Generationengewächse gedeihen auf wasserfestem Papier, das vorher auf eine Hartfaserplatte aufgepresst wird, damit es sich nicht wellt. Die ganz große Kunst im Kunstwerk ist, Bilder der Verwandten auf die Namenstafeln zu montieren.

Viele würden die Eiche als tragenden Baum bevorzugen, gefolgt von Buche, Esche oder Kastanie. 100, 300 Arbeitsstunden, manchmal sogar fast ein Jahr sitzen die beiden in ihrem Haus im Herzen des Salzkammergutes an einem Auftrag. Oft nicht durchgängig. So präzise zu malen sei "sehr anstrengend", sagt Regina Rosenlechner. Nach vier bis fünf Stunden "muss ich aufhören". Um dann die Schrift zu setzen, Korrekturen zu machen oder einfach mal auszuruhen.
Es gibt übrigens einen feinen Unterschied zwischen Stammbäumen und Ahnentafeln. Beim Stammbaum steht das Gründerpaar des Geschlechts kurz über den Wurzeln und die Nachkommen sitzen auf den Zweigen und Ästen. Beim Ahnenbild geht praktisch alles in die andere Richtung, vom Vater über den Großvater zu den Urgroßeltern in der Krone.

Die Ahnentafeln sind schon lange nicht mehr nur dem wappentragenden Adel verpflichtet. Landwirte, Ladenbesitzer, Lehrer kämen. Oft seien die gemalten Denkmäler "Geburtstagsgeschenke für die Großeltern", sagt Franz Rosenlechner. Mindestens 700 Euro müssen für einen Baum hingeblättert werden. Monumentalwerke können fünfstellige Preise haben.
(Oliver Zelt, Rondo, DER STANDARD, 6.12.2013) www.stammbaum-rosenlechner.at (Text aus Standard online übernommen)

 

 

SO VIELE LEBEN WIE GEMALT
Formen und Ornamente, Äste und Verzweigungen:
Im Stammbaum Atelier Rosenlechner verwandelt
sich die Familiengeschichte von Eltern, Kindern
und Kindeskindern in kunstvoll gemalte Bilder

 

 

An dem Einfamilienhaus, das, wie wir später erfahren, Regina Rosenlechners Elternhaus ist, prangt das Schild ,,Meisterstraße Austria". Eine Auszeichnung und ein deutlicher Hinweis für jene, die zufällig vorbeispazieren: Hier geht man einem alten Handwerk in authentischer Weise nach. Und tatsächlich: Kaum öffnet uns Regina Rosenlechner schwungvoll die Tür, werden Worte beinahe überflüssig. Schon an der Schwelle ziehen mannshohe Bilder die Blicke auf sich: Große und kleine Ahnentafeln und Stammbäume zieren die Wände und den Treppenaufgang zum Atelier. Im ersten Moment fällt es schwer, sich auf irgendetwas anderes zu konzentrieren, denn die Formen und Farben ziehen den Betrachter in ihren Bann: Was sich hier zeigt, ist das pure Leben. In Formen und Ornamenten gegossen, mit  Namen und Daten versehen und von feinsten Verästelungen durchzogen. Jede einzelne Tafel erzählt eine Geschichte. Und so viele Geschichten rauben einem schier den Atem. DER UNTERSCHIED ZUR AHNENTAFEL Franz und Regina Rosenlechner scheinen diese Reaktionen zu kennen: Gut geerdet und gut gelaunt schütteln sie uns die Hände. Man freut sich über jeden Besuch im Atelier. Meistens kommen Menschen mit einem Herzenswunsch: einen Stammbaum oder eine Ahnentafel für sich, die Familie oder gleich mehrere Generationen. "Während ein Stammbaum von einem Paar ausgeht und die daraus her- vorgegangenen Kinder, Enkelkinder und so weiter abbildet, zeigt die Ahnentafel die Vorfahren einer einzigen Person", erläutert Franz Rosenlechner. "Wichtig bei beiden ist, dass die genealogischen Zusammenhänge eingehalten werden."  und können auch von ihren Ausmaßen bis zu sieben Meter groß sein. Wie der Stammbaum oder die Ahnentafel aus- sehen soll, entscheidet alleine der Auftraggeber. Doch die Rosenlechners beraten gerne und haben zahlreiche Vorlagen: So müssen Form und Anordnung der Ornamente fest- gelegt werden, ebenso die Baumart - und welche Elemente zusätzlich abgebildet werden sollen. ,,Bei den Bäumen sind es vor allem die Eiche, die Olive, die Linde oder die Eberesche, die gerne genommen werden. Wenn aber eine Familie Kerschbaumer heißt, dann wird die Wahl natürlich auf einen Kirschbaum fallen', sagt Regina Rosenlechner. Das Malen füllt in ihren Arbeitsbereich. Drei bis vier Stunden täglich sitzt sie über die Tafeln gebeugt und malt die feinen Verästelungen samt Blattwerk. Immer in Absprache mit ihrem Mann, damit die Zusammenhänge auch stimmen. ,,Das wäre ja nichts, wenn plötzlich jemand am Stammbaum drei statt zwei Kinder hätte", schmunzelt sie. Spannendes aus der Vergangenheit. Nichts verweist darauf, dass Regina Rosenlechner genau wie ihr Mann - Autodidaktin ist. Als beide einst mit Stammbaum-Malen begannen, dachte keiner, dass daraus eine Profession werden könnte. Für Franz Rosenlechner war die Beschäftigung mit dem Computer eine wichtige Ablenkung von seiner krankheitsbedingten Arbeitslosigkeit. Er begann, Fachbücher zu wälzen und sich EDV-Kenntnisse anzueignen. Nach einem halben Jahr erstellte er seinen ersten Stammbaum für ein Verwandtschaftstreffen. Es waren dann auch Franz Rosenlechners Verwandten, die die ersten bezahlten Aufträge für Stammbäume in Auftrag gaben. Und so ergab eines das andere. Später stieg Regina Rosenlechner mit ein: Das Stammbaum-Malen wurde zur gemeinsamen Leidenschaft. Sie arbeiten ständig an fünf bis zehn Projekten parallel, die Arbeit an einer Tafel dauert je nach Größe und Umfang zwei bis fünf Monate. "Jeder Auftrag ist auch für uns eine Bereicherung", sagt Regina Rosenlechner. "Es ist spannend, wenn Berühmtheiten wie Gustav Mahler in einer Ahnentafel auftauchen, oder einem bewusst wird, dass ein berühmter Schauspieler einem Südtiroler Raubritter-Geschlecht entspringt." Die Rosenlechners erfahren auf diese Weise viel über vorangegangene Generationen. "Patchworkfamilien etwa hat es immer schon gegeben, Scheidungen hingegen gab's früher nur in der Oberschicht", weiß Regina Rosenlechner. Manche Familiengeschichte lässt auch Spielräume für Fantasie. "Wen ein Mann beispielsweise drei Frauen hatte und diese immer wieder nach kurzer Zeit verstorben sind, fragt man sich schon, was da passiert ist", überlegt Franz Rosenlechner. Als wir uns von den beiden verabschieden, taucht die Sonne hinter den Wolken auf und bescheint dieses ganz besondere Fleckchen Erde, an dem das Leben eine ganz besondere Würdigung erfährt: in Form von kunstvoll gemalten Stammbäumen und Ahnentafeln, die mehr Geschichten erzählen, als es ein einzelner Mensch je tun könnte. Was sich kompliziert anhört, ist tatsächlich ein komplexer Prozess. Der größte Stammbaum, den die Rosenlechners erstellt haben, umfasste über 1000 Personen, 350 Portraits und zwölf Generationen. Hier den Überblick zu behalten, ist Franz Rosenlechners Aufgabe. ,"Wir erhalten die Daten und Fakten, die oft über Jahre hinweg gesammelt worden sind, und geben diese in ein Grafikprogramm ein. Wenn der Stammbaum oder die Ahnentafel inhaltlich korrekt eingegeben und ausgedruckt wurden, erhält der Auftraggeber diese zur Ansicht. Nach der Freigabe beginnt der künstlerische und handwerkliche Teil der Arbeit." Die kleinsten Tafeln umfassen eine Kernfamilie mit Eltern, Enkelkindern und Urenkeln. Die größten gehen zurück bis ins 15. Fahrhundert 

 Bericht von Franziska Lipp

Fotos aus der Zeitschrift Land und Berge

   

Raiffeisenzeitung

Ausgabe 31.12.2012

VORFAHREN UND NACHKOMMEN Das Wort ,,Kunde" kommt Regina und Franz Rosenlechner nur selten über die Lippen. Viel lieber sprechen sie den familiären Status ihrer Klientel an - ,,Eltern, Großeltern, Enkel" -, denn darum geht's bei ihrer Arbeit: Die Rosenlechners sind Stammbaum-Maler - und die einzigen in Österreich, die dieses kunstvolle Handwerk hauptberuflich betreiben.
Dabei ist die Nachfrage groß; denn längst hegt man nicht mehr nur in Adelskreisen Interesse an der Dokumentation der Familiengeschichte. Auftrag- geber aus dem gesamten deutsch- sprachigen Raum, sogar aus den USA, finden den Weg in das Atelier, das in Oberwang bei Mondsee idyllisch auf der grünen Wiese liegt und heuer sein 20-jähriges Bestehen feiert. Man sieht dem Ehepaar die Freude an der geschichtsträchtigen Arbeit an; sie rührt aus der Beschäftigung mit Individuellem und aus der Lust an kreativer Gestaltung, Schließlich ist jeder Stammbaum ein Unikat. Und hinter den Daten, die von Familien in oft jahrelanger Recherche gesammelt werden, stecken sehr persönliche Geschichten, die im Atelier in Oberwang gut aufgehoben sind. ,"Unsere Arbeit ist Vertrauenssache, Diskretion oberstes Gebot", sagt Franz Rosenlechner.
Autodidaktisch hat er das Handwerk erlernt, Gattin Regina brachte ihr Maltalent ein, und so ist das Hobby langsam zum Unternehmen gereift' ,,Sie ist die Künstlerin", streut der Meister seiner Frau, ,,ohne die das alles nicht möglich wäre", Rosen. Man ergänzt sich, arbeitet Hand in Hand im wahrsten Sinn des Wortes, denn der Großteil wird, tatsächlich in Handarbeit gefertigt mit Unterstützung durch den Computer freilich, mit dem Franz Rosenlechner das Konzept, Satz und Schrift erstellt. Ein umfassendes Beratungsgespräch geht der Sache voran, Muster werden gesichtet, Wünsche, Vorstellungen und Möglichkeiten besprochen. Bevor es an die eigentliche Malerei geht, bekommt der Adressat einen Abzug in Originalgröße zur Ansicht, um eventuelle Änderungen oder Ergänzungen reklamieren zu können. Das Bild selber entsteht in einem aufwändigen Arbeitsprozess in mehreren Malgängen, auf hoch- wertigem wasserfestem Karton, den eine Hartfaserplatte verstärkt. Pinsel, Tusche und Airbrush sind im Einsatz, es braucht viel Liebe zum Detail, hohe Präzision, eine ruhige Hand und vor allem Zeit, bis das Kunstwerk fertig ist. Denn ,, länger als vier, fünf Stunden kann man nicht durchgehend malen, da lässt sich nichts beschleunigen', wissen die Rosenlechners. Auch zwischen den Malgängen gibt es für das Paar, das stets an mehreren Aufträgen parallel arbeitet, genug zu tun.
Regina Rosenlechner ist für den eigentlichen Baum und - je nach Wunsch - für Landschaften, Haus und Hof zuständig, Gatte Franz für den grundlegenden Entwurf und für die Gestaltung der Ornamente mit dem Luftpinsel.
Mit drei bis fünf Monaten Lieferzeit müssen Besteller schon rechnen: je nach Größe des Formats, Anzahl der zu verewigenden Personen und Komplexität der Wünsche.
15 verschiedene Stammbaumarten kennt man im Atelier, darunter Familienstammbäume, Ahnen-, Nachkommenschaft- und Erbhoftafeln, Das kleinste Format beläuft sich auf 70 x 46 cm - ,,kleiner darf's wegen der Leserlichkeit der genealogischen Daten nicht sein"; das größte - mit zirka drei Metern Breite und 2,30 Metern Höhe - findet seine Beschränkung an den praktischen Gegebenheiten: "Durch die Türen muss es passen"
Trotz großen Könnens und Know-hows haben die Stammbaum- Maler nach eigenen Worten auch nach 20 Jahren noch nicht ,,ausgelernt". Offen für Impulse und Ideen schaffen sie immer wieder neue Kreationen - Anleihen bei anderen können sie dabei nicht nehmen, weil sie konkurrenzlos unterwegs sind. .....
   
OÖN
Ausgabe vom 14.5.2011
OBERWANG. Regina und Franz Rosenlechner aus Oberwang (Bezirk Vöcklabruck) haben sich vor fast 20 Jahren mit einer originellen         Geschäftsidee selbstständig gemacht. Sie produzieren für Kunden Stammbaum-Gemälde  aller Art.
Bis zu 20 Ahnentafeln und Stammbäume stellt das Stammbaum-Atelier Rosenlechner jährlich her. Auch wenn die Nachfrage oft größer sei, könne sein Atelier nicht mehr produzieren, sagt Franz Rosenlechner. „Die Tätigkeit ist ein Gemisch aus EDV- und Handarbeit und sehr aufwändig“, erklärt der Atelierbesitzer. Die Lieferzeit beträgt inzwischen zwei und sechs Monate. Der Preis liegt je nach Größe des Gemäldes zwischen 1000 und 5000 Euro. Die Größten sind bis zu 1,80 Meter hoch und 2,20 Meter breit. Wie kann sich ein Kunde nun ein Stammbaum-Gemälde anfertigen lassen? „Die Ahnenforschung müssen die Kunden selbst betreiben. Aus den gelieferten Daten fertigen wir dann eine Skizze an“, beschreibt Rosenlechner die Startphase, in der ein Kunstwerk entsteht.
Ist der Kunde mit dem Entwurf zufrieden, beginnt die Arbeit mit dem Gemälde. „Meine Frau erledigt den kreativen Teil mit der Malerei des Baumes oder der Tafel. Ich arbeite mit einem Grafikprogramm am Computer und schreibe damit die Namen in einem original alt-deutschen Fraktursatz“, erklärt Franz Rosenlechner. Die Namen mit der Hand zu schreiben, würde zu lange dauern und sei nicht rentabel. Die Gemälde entstehen auf einem wasserfesten Karton, der auf einer Hartfaserplatte aufgezogen wird. Regina Rosenlechner malt mit Acryl-Farben, die sehr lange halten. Die Frage, wie er auf die Idee kam, Stammbaum-Malerei zu betreiben, sei ihm schon oft gestellt worden, sagt Franz Rosenlechner. Angefangen habe alles 1988. „Damals war ich arbeitslos und kam spontan auf die Idee, den eigenen Stammbaum zu zeichnen“, erzählt Rosenlechner. Intensives Forschen nach den Vorfahren sei nicht nötig gewesen, denn sein Bruder habe für ein großes Familienfest Daten der Verwandtschaft zusammengetragen. Die Idee habe sich weiterentwickelt. Schon zu Beginn habe in der Verwandtschaft und im Bekanntenkreis reges Interesse geherrscht.
„Ab 1992 haben wir es dann gewerblich gemacht, denn die Nachfrage wurde immer größer“, sagt Rosenlechner. Das Atelier in der Marktnische hat sich heute längst etabliert. Rosenlechners bisheriger Rekord war ein Bild, auf dem er Vorfahren bis ins 7. Jahrhundert zurück dargestellt hat. Baum und Tafel Regina und Franz Rosenlechner gestalten sowohl Stammbäume als auch Ahnentafeln . Auf einem Stammbaum werden alle Nachfahren eines Ehepaares dargestellt. Auf der Ahnentafel geht der Zeichner dagegen von einer Person systematisch zu den Vorfahren zurück. Rosenlechner bietet 15 verschiedene Baum- und Tafelarten an, darunter Erbfolge-, Namenslinien- und Hofstammbäume.
  GENEALOGIE - Baum und Tafel
Regina und Franz Rosenlechner gestalten sowohl Stammbäume als auch Ahnentafeln. Auf einem Stammbaum werden alle Nachfahren eines Ehepaares dargestellt. Auf der Ahnentafel geht der Zeichner dagegen von einer Person systematisch zu den Vorfahren zurück. Rosenlechner bietet 15 verschiedene Baum- und Tafelarten an, darunter Erbfolge-, Namenslinien- und Hofstammbäume.
   
   

Wirtschaftsblatt
Ausgabe vom
7.4.2011

Stammbaum-Atelier malt die Vorfahren an die Wand
Sie haben sich an Aufmerksamkeit gewöhnt. Regina und Franz Rosenlechner aus dem oberösterreichischen Oberwang sind Stammbaum-Maler. Die einzigen Österreichs, die das hauptberuflich machen. Künstlerisches Talent sowie genealogisches Interesse haben die Rosenlechners vor zwanzig Jahren zu diesem Beruf gebracht. "Manchmal fühlen wir uns wie ein Unikum. Aber wirtschaftlich ist es gut, wenn man konkurrenzlos ist.
Der Markt ist ja nicht groß", sagt Franz Rosenlechner. Jede Stammbaum- oder Ahnentafel aus ihrem Atelier ist ein Einzelstück. Nach ihren Vorfahren forschen müssen Kunden selbst. Franz Rosenlechner setzt mit den gelieferten Daten am Computer eine Skizze auf, seine Frau übernimmt den Großteil der Malarbeiten. Auftraggeber bekommen einen Rohentwurf zur Ansicht, um Fehler zu vermeiden. Erst dann wird mit der Malarbeit begonnen. Bis zu einem Jahr kann es dauern, ein Gemälde fertig zu stellen, je nach Format und Anzahl der Personen. Rosenlechners bisheriger Rekord war ein Bild mit 37 Generationen, das bis zur Zeit Karl des Großen zurückreichte: "Vor allem Adelige können ihren Stammbaum so weit zurückverfolgen", weiß Rosenlechner.
15 verschiedene Stammbäume unterscheidet der Meister: Drei Generationen hält eine Familientafel fest, fünf oder mehr ein Zum Wörterbuch hinzufügen, dann gibt es zum Beispiel noch Erbfolge-, Hof- oder Namenslinienstammbäume.
Am meisten nachgefragt seien Ahnen- und Erbhoftafeln sowie Familiengenealogien. Regina Rosenlechner mag ihre Arbeit: "Ich lerne viel Geschichte, habe mit Menschen zu tun und es ist jeden Tag etwas anderes." 20 Tafeln im Jahr Höchstens 20 Tafeln schaffen die Kleinunternehmer im Jahr. Durchschnittlich kostet ein Kunstwerk je nach Zeitaufwand und Größe zwischen 1000 € und 5000 € - nach oben gibt es preislich freilich keine Grenzen. Immer mehr Menschen interessieren sich für ihre Vorfahren, erzählt Franz Rosenlechner. Einst negativ besetzt, würde das Thema Ahnenforschung heute wieder entspannt gesehen. Nachfolger für das Atelier gibt es keine: "Bleiben werden aber unsere Gemälde."
 
 
 
 
   

Bezirksrundschau
Vöcklabruck

Der Meister der Stammbäume
Oberwanger entdeckte Marktlücke
Ahnentafel oder Stammbaum: Franz Rosenlechner kennt den Unterschied ganz genau: Der Stammbaum zeigt die Nachkommen der Eltern oder (Ur)Großeltern, die ganz unten stehen. Bei der Ahnentafel ist es umgekehrt: Sie geht von den Kindern aus zu den Vorfahren zurück. Rund 250 Stammbäume hat der Oberwanger in den vergangenen 20 Jahren hergestellt. Damals entdeckte er zufällig diese Marktlücke. Der ehemalige Gemeindearbeiter suchte eine neue Arbeit, kaufte sich einen Computer und lernte, damit umzugehen. Dabei entstand die Idee, den eigenen Stammbaum zu Zeichnen. "Ich habe gesehen, dass großes Interesse da ist", erklärt Rosenlechner den Schritt vom Hobby zum Unternehmen. Die Stammbäume wurden weiterentwickelt und viele Messen besucht. Ein bis zwei
Exemplare stellt Rosenlechner mit seiner Frau im Monat her. Er selbst konzipiert den Baum am Computer und druckt die Schrift auf Karton oder Leinwand.
Bis zu Karl dem Großen
Dann kommt Regina Rosenlechner ins Spiel: Sie ist die Künstlerin im Stammbaum-Atelier. Mit Acrylfarben malt sie jeden gewünschten Baum, oft kommt dazu Hof, Elternhaus oder Landschaft. Der Stammbaum kann kleinformatig, aber auch riesig sen. Drei Meter mal 1,20 Meter hatte bisher der Größte. Die Kosten ab 700 Euro. "Vier Personen waren das Wenigste, wir hatten aber auch schon 600 auf einen Baum", erzählt Regina Rosenlechner. Der bisher interessanteste: "Eine Stammtafel, die bis zu Karl den Großen zurückging."
Mehr Infos: www.stammbaum-rosenlechner.at
   

LandIDEE

Ausgabe Februar/März

2010

Text: Angelika Krause
Fotos: Peter Raider München
Copyright by LandIDEE

Stammbaummaler
KÜNSTLERISCHE  WURZELN
Fuchs und Hase können sich hinter dem Haus von Regina und Franz Rosenlechner, das in ländlicher Idylle außerhalb des Dörfchens Oberwang im Salzkammergut liegt, zweifellos ganz ungestört "Gute Nacht" sagen. Fichten und Tannen großen vom Waldrand herüber, während im heimeligen Atelier des Ehepaares Gehölze der ganz besonderen Art wachsen: Familienstammbäume - mit viel Liebe zum Detail ebenso kunstfertig wie präzise in Handarbeit erschaffen. Schon beim Betreten des Hauses geraten die Besucher ins Staunen. In jedem Zimmer, sogar in der Diele, reihen sich an den Wänden die unterschiedlichsten Tafeln dicht gedrängt aneinander. "Und jede ist ein Unikat", bestätigt Regina Rosenlechner stolz. Die größtekann aus Platzgründen gar nicht aufgehängt werden: Sie misst 7,20 mal 2,20 Meter und zeigt den Stammbaum der Menschheit, auf dem etwa 1000 Personen verzeichnet sind. Die beiden Künstler, die auch gern historische Stammbäume wie die von Wolf gang Amadeus Mozart oder Johann Strauss zusammenstellen, haben ihn aus purem Interesse für sich selbst gestaltet.

EIN DENKMAL FÜR DIE AHNEN
Beim Graben nach den eigenen Wurzeln hat das Ehepaar vor knapp zwanzig Jahren mit dem Stammbaum-Malen begonnen. Heute kommen die Menschen, die mit ihrer Hilfe ihren Vorfahren ein künstlerisches Denkmal setzen wollen, über den deutschsprachigen Raum hinaus aus ganz Europa.


Die erforderlichen Dokumente haben sie im Gepäck. Denn die Rosenlechners können zwar Tipps geben, die genealogische Forschung muss jedoch jeder selbst betreiben (siehe Seite 29). Gemeinsam mit den Kunden überlegen sie bei der Sichtung des Materials, welche Darstellung am besten geeignet ist - ein dekorativer Stammbaum oder eine repräsentative Ahnentafel. Der Unterschied: Stammbäume gehen von einem Gründerpaar aus, im Geäst befinden sich die Nachkommen. Die Ahnentafel beginnt unten mit der jetzigen Familie und arbeitet sich Elternpaar für Elternpaar hinauf in die Krone. Bei alteingesessenen Familien sind oft auch Erbhofchroniken gefragt. Das ist nicht die einzige Entscheidung, die getroffen werden muss.

 

 {gallery}medien/landidee{/Gallery}

   
   
   
Salzburger Nachrichten

DEN AHNEN EIN DENKMAL SETZEN

Regina und Franz Rosenlechner fertigen aus Daten von Ahnenforschern prächtige Stammbäume. Die Idee dazu lieferte ein Computerexperiment. Salzburg (SN). Der Boom der Ahnen- und Familienforschung beschert einem kleinen Familienbetrieb in Oberwang bei Mondsee volle Auftragsbücher. Franz und Regina Rosenlechner betreiben Österreichs einziges Stammbaumatelier. Das 15-jährige Firmenjubiläum wurde kürzlich mit der Publikation eines eigenen Buches gefeiert. Wer die Vergangenheit seiner Familie in oft jahrelanger Arbeit erforscht hat, möchte diese auch entsprechend darstellen. Die nackten Daten in eine repräsentative Ahnentafel, eine Erbhofaufstellung oder einen Familienstammbaum zu bringen, das ist die Aufgabe der Rosenlechners: Je nach Umfang und Kundenwunsch kann das Einzelstück bis zu drei Meter breit sein. "Der bisher größte Stammbaum hat an die 600 Personen beinhaltet", erinnert sich Franz Rosenlechner. Jede Tafel ist eine Gemeinschaftsarbeit des Ehepaars und damit ein Zusammenspiel aus Technik und Kunst: Franz Rosenlechner stellt den Entwurf per Computer her, seine Frau Regina zeichnet für die künstlerische Gestaltung der Tafeln mit Bäumen, Gebäuden und Landschaften verantwortlich. Fotos und Schrift werden mittels aufwändiger Drucktechnik integriert. Die Kundenbeziehung ist meist sehr innig: "Ein Herr aus Deutschland ist mir einmal vor lauter Begeisterung spontan um den Hals gefallen, als er die fertige Tafel gesehen hat", sagt Franz Rosenlechner, der Gäste mit einem Ständchen auf der Ziehharmonika zu begrüßen pflegt. Am Anfang stand für den Handwerksbetrieb ein Computer. Franz Rosenlechner war arbeitslos geworden, wollte aber nicht untätig daheim sitzen. Beim Experimentieren mit dem PC zeichnete er den eigenen Familienstammbaum im Großformat: "Der Neun-Nadel-Drucker hat einen ganzen Tag fürs Ausdrucken gebraucht." Das Ergebnis wirkte aber noch etwas eckig - bis Regina Rosenlechner ihr Zeichentalent einbrachte. Inzwischen sind Rosenlechner-Stammbäume in den ganzen deutschen Sprachraum und sogar in die USA gegangen. Respekt zeigen die beiden für die Vorarbeit der Auftraggeber und die historische Dimension dahinter: "Jeder einzelne Stammbaum macht Freude. Aber wenn es viele Jahrhunderte zurückgeht, ist es etwas Besonderes", sagt Franz Rosenlechner. Drei bis vier Monate vergehen mindestens von der Bestellung bis zum fertigen Produkt. Innovationen sind in Vorbereitung: Bald soll es edle Stammbaumvarianten in Öl gemalt oder auf Keramikfliesen geben. www.stammbaum-rosenlechner.at 
 

   
GANZE WOCHE

DIE STAMBAUM-MALER AUS DEM SALZKAMMERGUT
Wo kommen wir her - wo gehen wir hin? Zwei Fragen, deren Beantwortung seit jeher von großem Interesse war. Während das "Wohin" nicht mit Sicherheit zu beantworten ist, kann das Ehepaar Rosenlechner aus Oberwang in Oberösterreich in seinem Stammbaum-Atelier bei der Klärung der Frage nach dem "Woher" behilflich sein.
23.5.2006
Foto: zvg

 
 
Dass sich im Herzen des Salzkammergutes, in dem einst Kaiser, Adelige und Künstler weilten, auf halbem Weg zwischen Mondsee und Attersee in Oberösterreich, ein Stammbaum-Atelier befindet, kann kein Zufall sein. Dennoch fand Franz Rosenlechner erst über Umwege zu seiner wahren Berufung: "Im Alter von 47 Jahren verlor ich aufgrund gesundheitlicher Probleme meinen Arbeitsplatz. Mehr als Beschäftigungstherapie kaufte ich mir einen Computer. Mit seiner Hilfe erstellte ich dann den Stammbaum meiner Familie." 15 Jahre sind seither vergangen und Stammbäume werden in Oberwang noch immer gezeichnet - aber aufwendiger.
Schon beim Betreten des Wohnhauses der Rosenlechners, in dem sich auch das Atelier befindet, zeigt sich der künstlerische Schaffens drang des Ehepaares. Überall an den Wanden hängen liebevoll gestaltete Ahnentafeln. "Das kleinste Format, in dem wir die Stammbäume fertigen, misst 70 x 46 cm. Das hat zwei Grunde: Einerseits soll natürlich ein gewisser Gemäldecharakter er- " halten bleiben, der bei kleineren Dimensionen verlorenginge, andererseits auch der Übersichtlichkeit wegen. Selbst bei Ahnen folgen, die im späten 19. Jahrhundert enden, - kommen wir auf 50 Personen", erzählt Regina Rosenlechner und die brauchen eben Platz.
Ins Staunen gerät der Besucher, wenn er dieser Tage in das im ersten Stock gelegene Atelier kommt. Dort wird gerade an einem Stammbaum im Format 220 x 180 cm gearbeitet. Hier beginnt die Ahnenfolge im 16. Jahrhundert und umfasst etwa 180 Personen. "Bei dieser Größe stoßen wir an unsere Grenzen. Da wir den Stammbaum in einem Stück herstellen, können wir ihn nur so groß machen, wie wir ihn durch die Türe bringen", so die Hausherrin. Gearbeitet wird auf wasserfestem Papier. "Leinwand ist für unsere Arbeit ungeeignet, weil wir auf die grobe Struktur des Stoffes nicht die feinen Schriften aufbringen können. Da sich der Papierbogen aber beim Bemalen wellt, muss er zuerst stabilisiert werden, indem er unter hohem Druck auf eine Hartfaserplatte aufgepresst wird."
Der Baum und die Blätter werden in Acrylfarben mit Pinsel gemalt. "Acryl hat gegenüber der Aquarelltechnik den Vorteil, dass Sonnen licht und Temperaturschwankungen den Farben nichts anhaben können." Zur Demonstration ihres Geschicks greift Regina Rosenlechner nach ihrer Farbpalette, mischt mit sicherem Gefühl die Farben und setzt mit einem haarfeinen Pinsel. punktgenau kleine Äderchen in die Blätter des Baumes. Die Ornamenttafeln, die für die persönlichen Daten des Vorfahren bestimmt sind, werden von einer Schablone aus starkem Karton auf das Papier gezeichnet. Hierauf wird jede einzelne Tafel lasiert. "Beim Lasieren wird Farbe in starker Verdünnung aufgebracht, um einen Grundierungseffekt zu erzielen. Dabei muß die Platte absolut waagrecht liegen. Die Lösung ist so wäßrig,. daß sie bei der geringsten Neigung über die Ränder der Ornamenttafel rinnen würde." Als nächstes kommt der Luftpinsel zum Einsatz. "Damit kann ich am Ornament einen Nebeleffekt erzeugen, der ihm räumliche Tiefe verleiht", erklärt Franz Rosenlechner. Zuletzt werden noch Name, Geburts- und Sterbedatum sowie Beruf des Ahnen eingefügt. Arbeitsteilung gehört bei den Rosenlechners zum Alltag.
"Meine Frau ist die Malkünstlerin. Sie gestaltet den eigentlichen Baum und, wenn gewünscht, Landschaften oder Gebäude, die am Bild zu sehen sein sollen. Ich arbeite mit dem Luftpinsel und entwerfe die Omamenttafeln."
Mindestens 100 Arbeitsstunden werden für eine Ahnentafel aufgewendet, aber auch 300 und mehr sind bei Personen, deren Vorfahren sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen, nötig. "Das sind Ausnahmefälle, meistens adelige Familien, die eigene Aufzeichnungen führen", weiß Regina Rosenlechner.
Daß der hohe Zeitaufwand auch seinen Preis hat, leuchtet ein. Ab 700 Euro sind handgemalte Stammbäume zu erstehen. Wer ein aufwendig gestaltetes Großformat sein Eigen nennen möchte, der könnte vor der Entscheidung stehen: Neues Auto oder Ahnentafel? 12.000 Euro sollten dafür einkalkuliert werden. Auftraggeber kommen aus allen Bevölkerungsschichten. "Bauern, Kaufleute, Eisenbahner, auch Adelige zählen zu unseren Kunden. Oft sind unsere Stammbäume Geburtstagsgeschenke für die Großeltern und die Familienmitglieder teilen sich die Kosten", sagt Herr Rosenlechner.

   

Neues Volksblatt

Farbbeilage am Samstag

Von Melanie Wagenhofer Samstag 30.4.2005

Fotos: Röbl

WURZELWERK
Die Suche nach den eigenen Wurzeln boomt. Nach Zeiten, in denen Ahnenforschung verpönt war, interessieren sich heute sehr viele Menschen für die Vergangenheit ihrer Familien. Stammbäume, früher dem Adel vorbehalten, lässt sich heute auch der Normalsterbliche malen
In einem kleinen Haus am Waldrand in der ländlichen Idylle von Oberwang wohnen die Rosenlechners. Die beiden haben aus der Not eine wohl einzigartige Tugend gemacht und genügen damit einem Trend der Zeit: Sie sind Stammbaummaler. Und das kam so: Bei einem Familientreffen kam einer seiner Brüder mit einer Liste von Verwandten auf Herrn Rosenlechner zu und fragte ihn, ob er nicht einmal einen Stammbaum gestal- ten wolle. Gefragt, getan. Bis dorthin hat- ten die beiden mit der eigenen und anderer Herkunft nichts am Hut. Als das Umfeld interessiert auf die noch recht einfache Grafik reagierte, fingen die Rosenlechners an, sich intensiver damit zu beschäftigen. „Die Frau ist die Künstlerin", sagt Franz Rosenlechner. Weil Regina Rosenlechner in ihrer Jugend gern gemalt hat, versuchte sie sich im Gestalten der Familienbäume. 1990 verkauften die beiden den ersten. So trugen die Stammbäume allmählich Früchte.

Wer zu den Rosenlechners kommt, sollte alle Namen im Gepäck haben. Eine gute Quelle sind alte Patezettel, Sterbe- und Hochzeitsurkunden. Auch Grabsteine geben wertvolle Auskünfte. Dann emp- fiehlt es sich, das örtliche Pfarramt aufzu- suchen. „Die Pfarrer taten früher das, was heute das Standesamt tut. Sie führten Aufzeichnungen über Geburten, Hochzeiten und Todesfälle", erklärt Franz Rosenlechner. Sehr hilfreich ist das Landesarchiv in Linz, in dem in Duplikateaus allen oberösterreichischen Pfarren aus der Zeit von 1819 bis 1940 Einsicht genommen werden kann. Mitarbeiter des Landesarchives betreuen die Su- chenden. Für das Mühlviertel und das Innere Salzkammergut war ein gewisser Josef Heider sehr eifrig: Mit den Matrikeln aller ursprünglichen Pfarren hat er eine österreichweit wohl einzigartige Sammlung angelegt. Allerdings: Von behördlicher Seite darf nur in Daten von Personen Einsicht genommen werden, die länger als hundert Jahre tot sind. Die Akademie für Volkskultur bietet zudem Ahnenforschungs- und Korrentlesekurse an.
Wer mit all dem noch immer nicht weit genug gekommen ist, kann sich Hilfe von professionellen Familienforschern, Genealogen, holen. „Für Normalsterbliche ist in der Regel um 1600 Schluss. Da beginnen die Kirchenbucheinträge. Über bäuerliche Familien gibt es darüber hinaus nur Auf- zeichnungen, wenn sie über Besitz, einen Erbhof, verfügten", erklärt Frau Rosenlechner. Einen Volltreffer landen jene, die im Stammbaum blaues Blut entdecken. Viele adelige Familien kann man leicht bis 1300 zurückverfolgen. Der australische Bauer Michael Hastings etwa betrachtet sich als rechtmäßigen Anwärter auf den britischen Thron. Seine Nachforschungen ergaben, dass Edward IV. als Vorfahre von Elizabeth II. kein leibliches Kind seines adligen Vaters war. Deshalb wäre eigentlich dessen Bruder George, der Herzog von Clarence, der legitime Erbe gewesen. Hastings wiederum soll ein direkter Nachfahre dieses Herzogs sein. Und verzichtet großmütig: „Ich werde keinen Brief an die Königin schreiben, in dem ich ihr sage: ,Sie haben drei Wochen Zeit zu verschwinden, und Sie schulden mir 500 Jahre Miete' ..." Ist alles gesammelt, der Stammbaum vollständig, dann kann man bei den Rosenlechners, die auch schon den Stammbaum des österreichstämmigen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry gemacht haben, vorstellig werden.

Insgesamt fünfzehn Varianten bieten die Stammbaummaler an, die da von Ahnen- über Familientafeln bis hin zu verschiedenen Stammbäumen reichen. Handgemalt oder - wer es billiger haben möchte - ausschließlich am Computer. Herr Rosenlechner konzipiert den Baum samt Schrift und Ornamenten auf dem Bildschirm. Findet der Vorschlag die Zustimmung des Kunden, dann fällt der Startschuss für die edle Handarbeit. Das größte „Stück" der Rosenlechners war 7,5 Meter lang und zwei Meter hoch. Sechs bis acht Wochen sind für kleinere Werke zu veranschlagen, die ganz großen brauchen mindestens ein halbes Jahr. Kostenpunkt: 500 Euro aufwärts, Preis nach oben hin offen.

Auf der Suche nach der eigenen Identität
Die Nachfrage steigt jedenfalls. „Waren es früher vor allem ältere Menschen, so interessieren sich heute auch sehr viele junge Leute für Familienforschung", erklärt Johann Pammer vom Landesarchiv. Ahnenforschung zählt weltweit zu den beliebtesten Hobbys. Die Rosenlechners führen das auch auf das Internet zurück: „Viele stellen ihren Stammbaum hinein und suchen so oft erfolgreich nach ihren Ahnen." Ein Riesengeschäft: Millionen Namen können via Internet auf dem schnellsten Weg abgefragt werden. Bei der Suche im Netz stößt man rasch auf Seiten der Mormonen, die akribisch nach verstorbenen Verwandten suchen, um sie posthum zu taufen, und so die weltgrößte Datenbank aufgebaut haben. Ein weiterer Grund für den Boom in Sachen Ahnenforschung ist die Suche nach der eigenen Identität gerade in einer Zeit der Verunsicherung, Vereinsamung und Globalisierung.
Die Leute wollen wissen, von wem sie abstammen. Manche suchen, um „ganz einfach wieder jemand zu sein, eine Identität zu haben, nicht in der Masse unterzugehen", erklärt Johann Pammer. Andere wiederum würden eine Erklärung für eigene Charakterzüge, eigene Schwächen suchen. „Ich bin ein Filou und will wissen, wer mein Vorfahr-Filou war" hat ihm jemand sein Motiv erklärt. Ahnenforschung als therapeutische Maßnahme und Rechtfertigung: „Ich kann gar nichts dafür, dass ich so bin." An dieser Vererbungstheorie sei etwas dran, ist Pammer überzeugt. Er entdeckte seinen eigenen Hang zur Geschichte in Vorfahren, die für Maria Theresia und andere Größen Geschichte niederschrieben. Und dann ist da noch die Ablehnung der Ahnenforschung nach dem Zweiten Weltkrieg: „Nach den Erfahrungen in der Nazizeit, in der Abstammungsnachweise erbracht werden mussten, wurden solche Forschungen bis in die achtziger Jahre schief angesehen", erklärt Pammer. „Heute bewegt die Menschen mehr ein persönlicher Aspekt zum Suchen, völkische Gründe verschwinden mehr und mehr." Immer wieder erhält er Anfragen von Familien, die zur Jahrhundertwende oder in den Zwanzigerjahren ausgewandert sind und heute Angehörige suchen. Hilfreich sind dabei Passagierlisten von Schiffen, mit denen die Oberösterreicher von Bremen aus nach Amerika reisten. Für manche geht die Suche nach Angehörigen negativ aus: Eine Oberösterreicherin heiratete einst nach Russland. Als sie mithilfe von Pammer erfolgreich nach ihren Verwandten suchte, wollte man hier zu Lande nichts von ihr wissen. Die Angst vor materiellen
Ansprüchen war größer als Blutsbande ... „Ich bin draufgekommen, dass meine Eltern nicht meine Eltern sind." Schwierig ist die Suche oft für „Findelkinder". Sind Vater und Mutter unbekannt, dann kann es sein, dass man niemanden findet. Umgekehrt gibt es böse Überraschungen, wenn man Verwandte entdeckt, von denen man gar nichts wissen will: So zeichneten die Rosenlechners schon bekannte Nazigrößen in ihre Aufträge ein. Oder es tauchte ein uneheliches Kind auf, mit dem die betrogene Ehefrau keine Freude hatte. All jene, die nicht fündig werden, könnte vielleicht die These trösten, dass wir Europäer alle von sieben Müttern abstammen...
BUCHTIPP: Helmut Ivo zeigt in seinem Buch „Familienforschen leicht gemacht. Anregungen. Methoden. Tipps" (NP Ver- lag, 176 S., e 17,90) , wie man sich erfolgreich auf die Suche nach den Ahnen begibt.

 

 

KURIER

Chronik

 

AHNENSUCHE WIRD ZUM VOLKSSPORT
Die Suche nach den Ahnen boomt und ist im Internet eine der häufigsten Anfragen....
Sa 25. Dez 2004
Seite 21
 
Von Dieter Strasser
 
 
Artikel nur auszugsweise wiedergegeben.
 
 
Auf der Titelseite im KURIER

Adel verpflichtet - auch Normalsterbliche: Stammbaum-Maler machen gute Geschäfte

 

   

OÖN Lokal

26.11.2003

von Gary Sperer

EIN KUNSTVOLLES STÜCK FAMILIENGESCHICHTE

OBERWANG. Weil sie Antworten auf die Frage des "Woher" geben können, üben Stammbäume seit jeher eine Faszination auf viele Menschen aus. Ein Oberwanger Ehepaar hat sich darauf spezialisiert.
Seit mehr als zehn Jahren malen Franz und Regina Rosenlechner auf Bestellung Stammbäume und Ahnentafeln. Was die beiden dafür benötigen, sind die Daten der Vorfahren des Kunden. "Die schauen wir uns an, und dann sehen wir, was für eine Struktur und was für eine Art Stammbaum daraus entsteht", beschreibt Franz Rosenlechner das Procedere. "Das kann eine Ahnentafel sein, ein Vorfahrenstammbaum oder eine Namenslinie." Das Ehepaar teilt sich die Arbeit auf. "Meine Frau macht das Künstlerische, die Gemälde", sagt Rosenlechner, "und meine Arbeit ist es, die Ornamente zu zeichnen und zu malen sowie die gesamte Vorarbeit und die Tätigkeit am Computer, Konzipierung, Geschäftsabschlüsse, Buchhaltung." Das "Graben" nach der eigenen Familienwurzeln sei Grund gewesen, mit dem Stammbaum-Malen zu beginnen, erinnert sich der Oberwanger. "Unseren Stammbaum hat mein Bruder mit einer Cousine erforscht. Ich weiß nicht, was gewesen wäre, wenn ich diese Familiendaten nicht gehabt hätte, ob ich dann damit angefangen hätte. Ich nehme fast an, nicht."
Die einzigen in Österreich
Aus dem Hobby wurde Broterwerb, und zwar einer, der bis weit über die Grenzen des Bundesgebietes hinaus einzigartig ist. "In Österreich wissen wir niemanden, der das hauptberuflich macht", meint Regina Rosenlechner. Dabei werden auch komplizierteste Stammbäume, wie jener, den eine deutsche Familie in Auftrag gegeben hat, in relativ kurzer Zeit erledigt. Die Lieferzeit beträgt selbst bei derartschwierigen Ausführungen nur drei bis vier Monate. "Man bekommt schon eine gewisse Routine, damit man das in einer gewissen Zeit bewältigen kann", spricht Franz Rosenlechner
" In Österreich wissen wir niemanden außer uns, der das hauptberuflich macht "
REGINA
ROSENLECHNER
aus seiner Erfahrung. "Es geht ja nicht ums Malen allein, sondern um die ganze andere Arbeit auch." Als da wären Konzipierung, Platzierung und Zeichnen der Ornamente. "Das zeichne ich alles selbst. Es gäbe zwar Tausende Cliparts aus dem Computer, aber da ist nichts dabei, was man brauchen könnte" , weiß der Stammbaummaler. Die Rosenlechners arbeiten immer an mehreren Aufträgen gleichzeitig. "Das ist deswegen gut, weil man nicht immer malen kann. Das ist das Anstrengendste. Ich kann höchstens vier bis fünf Stunden lang malen, dann muss ich aufhören. Da ist es praktisch, wenn man derweil andere Vorarbeiten machen kann: Schrift setzen, konzipieren, wegschicken zur Korrektur." Auf Onkel Max vergessen Ein Stammbaum birgt also eine Unmenge Arbeit. Was, wenn trotzdem beim fertigen Produkt ein Fehler gefunden wird, etwa weil die Kundschaft Onkel Max oder Tante Trudi vergessen hat? Rosenlechner: "Wir machen einen Rohentwurf in Originalgröße. Den bekommt der Kunde zugeschickt, damit er alles ergänzen kann. Dann sollte es nichts mehr geben, aber wir wissen natürlich, dass auch der Kunde nur ein Mensch ist und Fehler macht. Es ist schon vorgekommen, dass etwas übersehen wurde.

Also haben wir einen neuen Stammbaum gemacht mit der Bitte, dass wir den fehlerhaften für die Ausstellung hernehmen dürfen." So passiert etwa bei einem Familienstammbaum mit rund 300 Personen. Die Preise für einen Stammbaum oder eine Ahnentafel sind je nach Größe unterschiedlich. Klar, dass ein Werk im Format 180 mal 200 Zentimeter mehr kostet als ein "Bonsai". Berechnet wird die Fläche "Wir haben eine genaue Preisliste, sagt Franz Rosenlechner. "Das ist nicht irgendetwas, das da verlangt wird, sondern der Erfahrungswert. Am Anfang haben wir nicht gewusst, wie wir das berechnen sollen. Jetzt haben wir einen Flächenschlüssel, und dieser ergibt den Preis. Wir verrechnen pro Quadratdezimeter."
"Das sind keine Massenartikel. Es ist eine große Überlegung, sich so etwas anzuschaffen "
FRANZ ROSENLECHNER
Grundsätzlich müsse man bedenken, dass es sich um ein Kunstwerk handle und nicht um einen Massenartikel. "Das kostet halt Geld", so der Künstler. "Es ist ja nichts, was man geschwind machen lässt und in zwei Jahren wieder wegwirft. Es ist eine große Überlegung, sich so etwas anzuschaffen." Keine Ahnenforschung Die Rosenlechners malen zwar wunderschöne Stammbäume für ihre Kunden, die Ahnenforschung selbst können sie ihnen jedoch nicht abnehmen. "Wir machen nur die graphische Aufstellung. Es wäre nicht möglich, beides zu machen. Das geht sich zeitlich nicht aus. Da bräuchte man einen eigenen Mitarbeiter. Es ist nicht einmal möglich, dass das eine einzige Person macht, weil es so ein enormer Zeitaufwand ist, dass zwei Leute mit Liebe arbeiten müssen, um es zu schaffen." Was sollte man beachten, wenn man einen Stammbaum aus dem Hause Rosenlechner haben möchte? "Wenn jetzt jemand ganz neu mit dem Datensammeln beginnt, sollte er uns kontaktieren und sich informieren bei uns, bevor er mit dem Stammbaum anfängt." Sehr hilfreich beim Datensammeln seien Pfarrämter. Mit Hilfe der Matrikelnummern, die sich auf den zu Hause lagernden alten Dokumenten befinden, käme man dort oft einen Schritt weiter auf dem Weg zurück in die Vergangenheit der Familie. Sind die Informationen gesammelt, muss sich die Kundschaft entscheiden, welche Art von Stammbaum oder Ahnentafel sie wünscht. Insgesamt 18 verschiedene Möglichkeiten stehen zur Auswahl. Und wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie sogar nach dem Holz gefragt werden: Eiche oder Erle?
Informationen bei Familie Rosenlechner in Oberwang: Tel. 06233 / 85 53, Internet:

www.stammbaum-rosenlechner.at

 

 

   
Eines der liebevoll und akribisch angefertigten Kunstwerke (BILD OÖN)
 
Die Ahnentafel Jesu - beginnend bei Adam und Eva (Bild OÖN)

 


(Bild: OÖN)

 
Anstrengende Feinarbeit
(Bild OÖN)
   

DER FORTSCHRITTLICHE LANDWIRT

Rubrik Familie Haus und Garten
Heft Nr. 22 - 16.11.2011

Von Angelika Konrad
St. Freienstein

KENNEN SIE IHRE WURZELN

Familie Rosenlechner hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Die beiden malen verschidenste Formen von Stammbaumdarstellungen. Wie sie darauf gekommen sind? Die Idee kam während eines Krankenstandes ...


"Alt ist man dann, wenn man in der Vergangenheit mehr Freunde hat als in der Zukunft", sagte einst der Schweizer Schriftsteller John Knittel. Die Oberösterreicher Franz und Regina Rosenlechner beschäftigen sich schon seit Jahren mit der Vergangenheit anderer Familien. Alt wirken die beiden auf keinen Fall: im Gegenteil. Sie folgen einem Trend und bringen die Frage: "Woher komme ich eigentlich?" künstlerisch auf Papier.
 
 
Alles begann mit einem Krankenstand
Seit mittlerweile fast 20 Jahren sind Franz und Regina Rosenlechner gewerbliche Stammbaummaler. "Außer uns macht das niemand in Österreich", erklären die Oberwanger. Wie kamen Sie auf die Idee? "Ich war krankheitsbedingt arbeitslos und habe mir eine Beschäftigung gesucht", beginnt der Maler seine Geschichte zu erzählen. Er recherchierte und zeichnete seinen eigenen Stammbaum auf. Damals noch mit einfachen Mittel. Das Interesse daran war groß, so entschloss er sich 1992, das Gewerbe anzumelden. Später stieg auch seine Frau mit ein. Die Anfangszeit war schwierig, beide mussten viel lernen. Doch der Oberösterreicher ist sich sicher: "Selbständig zu sein ist hart, aber man ist beschäftigt!"

 
Kreativ und Interessant
Begonnen hat Franz Rosenlechner mit den einfachsten Mitteln, einen PC mit 640KB Arbeitsspeicher - heute kaum mehr vorstellbar. Über die Jahre haben sich die beiden stetig weiterentwickelt. Ca. 400 Stammbaumdarstellungen konnten sie bereits herstellen. Im Haus sind die außergewöhnlichsten Stücke ausgestellt. "Jeder Stammbaum hat seine eigene Geschichte. Es ist für uns immer wieder spannend zu sehen wie sich eine Familie entwickelt hat", sagt Regina Rosenlechner. Sie ist für den kreativen Part, das eigentliche Malen zuständig. Ihr Mann übernimmt den Satz und das Layout. Die Schriften werden auf das spezielle Malpapier gedruckt, der Rest wird gemalt. "Mit dem digitalen Ausdruck sind wir schneller und können mehr Informationen auf eine Tafel packen", so der Stammbaummaler. Die beiden verwenden lichtechte Farben, die auch über die Jahre hinweg nicht ausbleichen, sondern sogar noch etwas nachdunkeln.
 
 
Stammbaum ist nicht gleich Stammbaum
Das Wort Stammbaum ist mehr oder weniger ein Überbegriff verschiedenster Darstellungen. "Wenn sich unsere Kunden zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigen, möchten sie zuerst einen Stammbaum. Dabei gibt es verschiedenste Formen davon", erklärt der Oberwanger. Einer der ersten Überlegungen sollte der Ausgangspunkt für den Ausgangspunkt sein Im Folgenden eine Übersicht.
Familientafel
Sie ist die kleinste Einheit des Stammbaumes mit zwei oder drei Generationen. Als Ergänzung kann man in den Wurzeln die Eltern und Großeltern der Stammeltern einfügen.
Familien-bzw. Doppelfamilienstammbaum
Beim Familienstammbaum werden vier Generationen dargestellt. Bei der einfachen Variante kann nur die väterliche oder mütterliche Linie aufgezeichnet werden. Beim Doppelfamilienstammbaum werden beide verwendet (Zwei Bäume - im Zentrum steht das Elternehepaar)

Nachkommenstammbaum
Er beinhaltet 5-7 Generationen. Er umfasst alle Nachkommen und deren Partner, die von Stammelternpaar abstammen. Bei so viel Generationen können dies bereits einige hundert Personen sein! Namenslinienstammbaum Hier wird die Linien im Mannesstamm, also immer im gleichen Namen zurückverfolgt. Eine Variante ist der Namensträger-Stammbaum - hier werden alle angeführt, die den gleichen Familiennamen tragen.

Erbhof/Hoftafel
Alle Besitzer eines Hofes werden aufgezeichnet.

Ahnentafel
Sie ist die am häufigsten verwendete Form zur Darstellung der Vorfahren. Ausgehend von einer Person stehen darüber die Eltern, deren Eltern … Bei der Ahnentafel werden nur Ehepaare angegeben, die weiteren Verwandten werden nicht angeführt.

Tipps zur Ahnenforschung
Wo finde ich Informationen?
Beginnen Sie mit Ihrer Suche zuhause. Meist werden dort Heiratsurkunden, Ahnenpässe, Totenbilder, usw. aufbewahrt. Bei den sehr oft undurchsichtigen Familienverhältnissen empfiehlt es sich, ältere Personen zu fragen. Nicht selten werden Kinder adoptiert oder angenommen. Ältere Personen tun sich vor allem auch mit den alten Schriften leichter. Der beste Zeitpunkt für Ahnenforschung sind Familienfeiern. Daten vor 1900 finden Sie meist in den Kirchenarchiven.

Aufzeichnungen sind wichtig
Im Internet gibt es unzählige Programme, worin Sie ihre Daten aufzeichnen können. Schreiben Sie auch die Quellenabgebe dazu, das erleichtert eine spätere Recherche. Eine weitere Möglichkeit ist, Ihren Stammbaum im Internet aufzustellen (z.B. bei verwandt.de; ancestry.de; familyone.de). Schreiben Sie die Namen so, wie Sie auch früher geschrieben wurden. Teilen Sie die Informationen - Ihre Arbeit ist viel zu schade als sie in einer Schublade verschwinden zu lassen.

Ahnenforschung im Internet
Übers Internet haben Sie Zugang zu vielen Datenbanken und Archiven. Auch Privatpersonen stellen ihren Stammbaum ins Netzt. Hier finden Sie auch viele Hinweise zum Entziffern von alten Schriften oder Erklärungen von Abkürzungen m Krankheiten, usw.. Aber auch Berufsgenealogen bieten im Internet ihre Dienste an. Diese haben oft Zugang zu Archiven, die nicht öffentlich zugänglich sind